Mitte Februar hat die Sprachenabteilung der Europäischen Kommission eine Kampagne gestartet, die junge Menschen dazu bewegen soll, einen Sprachberuf in der EU anzustreben. Der Grund: Die Europäische Kommission steht vor einer Nachwuchskrise und fürchtet einen Engpass in den nächsten 5 bis 10 Jahren. Gefragt sind vor allem Kernsprachen wie Englisch, Französisch und Deutsch.Auf der Online-Plattform YouTube gibt es bereits einen Film zu „Interpreting for Europe ... into English“, der über das Berufsbild Dolmetscher informieren soll. Derzeit ist der Film lediglich in Englisch verfügbar. Im Verlauf diesen Jahres soll die Kampagne allerdings auf Französisch und Deutsch ausgeweitet werden, dann gibt es auch einen Trailer in diesen Sprachen. „Sprachstudien können wichtig für eine zukünftige Karriere sein“ lautet die Botschaft. Und: Die europäischen Institutionen bieten auf diesem Gebiet eine große Vielfalt an Stellen an.
Mehr Informationen zum Beruf des Dolmetschers bei der EU auf den Seiten der Generaldirektion Dolmetschen
Quelle:http://www.sprachennetz.blogspot.com/
Dienstag, 24. März 2009
Samstag, 14. März 2009
Internist startet Hilfsprojekt in Brasilien
Auch kleine Dinge können helfen, sagt der Neu-Isenburger Internist Dr. Frank Freytag. Er unterstützt Menschen in einer brasilianischen Kleinstadt.
FRANKFURT/MAIN. Die Kleinstadt Poco Branco hat 13 000 Einwohner. Sie liegt im Norden Brasiliens, etwa 70 Kilometer von der Atlantikküste und der Zwei-Millionen-Stadt Natal entfernt. Die Menschen, die in Poco Branco leben, sind Nachfahren ehemaliger Sklaven und portugiesischer Kolonialherren. Viele arbeiten als Tagelöhner in der Landwirtschaft. In diesem Ort hat Freytag eine Schule für Capodanca aufgebaut. Das sind Kurse, in denen die traditionellen Inhalte der Kampfkunst Capoeira mit modernen Konzepten der Tanzpädagogik verbunden werden.
"Wir versuchen eine Fusion von Elementen aus Sport, Kunst, Kultur, Gesundheitsversorgung und Sozialarbeit", erklärt der Arzt im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". "Ziel ist, das Potenzial, das in den Menschen steckt, zu aktivieren."
Angefangen hatte alles im Jahr 2005. Freytag hatte es privat in die Gegend geführt. Seine Frau - sie arbeitet als Grundschullehrerin und Tanzpädagogin - ist die Tochter des ehemaligen Bürgermeisters von Poco Branco. Freytag wurde damals in eine Schule gerufen, um ein asthmakrankes Kind zu behandeln. "Daraus wurde eine Reihenuntersuchung für mehrere Schulen", erzählt er. Nach und nach entstand dann aus der spontanen medizinischen Hilfsaktion ein soziales Hilfsprojekt.
"Die Menschen leben ärmlich, die hygienischen Verhältnisse sind miserabel", erzählt Freytag. Beim Aufzählen der Defizite hält er sich allerdings nur ungern lange auf. Viel wichtiger ist ihm zu zeigen, dass mit privatem Engagement viel erreicht werden kann: "Seit 2005 haben wir ein kleines Netzwerk aufgebaut." Ein Zahnarzt behandelt Kinder umsonst, die Ärzte der örtlichen Klinik arbeiteten mit und der Polizeichef von Poco Branco unterrichte die Kinder und Jugendlichen im Kampfsport.
"Das regelmäßige Training stärkt die Körperkontrolle, das Selbstwert- und das Gruppengefühl", sagt der Pneumologe. In einer Art Vorschule gibt es für die Jüngeren regelmäßige Gesundheits-Check-ups. "Die Kinder aus armen Familien, die den ganzen Tag arbeiten müssen, haben nur selten Zeit und Kraft, auch noch zur Schule zu gehen", erzählt Freytag. Medizinischer Versorgungsbedarf bestehe in erster Linie bei Infektionskrankheiten, Allergien, Atemwegs- sowie Haut- und Zahnerkrankungen.
Freytag fliegt drei- bis viermal im Jahr nach Brasilien, noch zahlt er alles aus eigener Tasche. Er hofft, dass sich das Projekt irgendwann einmal verselbständigt und sammelt nun Spenden. Einen gemeinnützigen Verein hat er in Brasilien bereits gegründet, ein deutscher Förderverein ist geplant. Um die Schule weiter zu betreiben, brauche es Computer. Schulungen im Webdesign sollen den Jugendlichen den Start ins Berufsleben erleichtern. An Ideen für weitere Projekte mangelt es dem Pneumologen nicht. "Da ist noch viel Dynamik drin", sagt Freytag.
Weitere Infos zum Projekt per E-Mail unter dr.freytag@telemed.de
Von Sabine Schiner - www.aerztezeitung.de 12.03.2009
FRANKFURT/MAIN. Die Kleinstadt Poco Branco hat 13 000 Einwohner. Sie liegt im Norden Brasiliens, etwa 70 Kilometer von der Atlantikküste und der Zwei-Millionen-Stadt Natal entfernt. Die Menschen, die in Poco Branco leben, sind Nachfahren ehemaliger Sklaven und portugiesischer Kolonialherren. Viele arbeiten als Tagelöhner in der Landwirtschaft. In diesem Ort hat Freytag eine Schule für Capodanca aufgebaut. Das sind Kurse, in denen die traditionellen Inhalte der Kampfkunst Capoeira mit modernen Konzepten der Tanzpädagogik verbunden werden.
"Wir versuchen eine Fusion von Elementen aus Sport, Kunst, Kultur, Gesundheitsversorgung und Sozialarbeit", erklärt der Arzt im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". "Ziel ist, das Potenzial, das in den Menschen steckt, zu aktivieren."
Angefangen hatte alles im Jahr 2005. Freytag hatte es privat in die Gegend geführt. Seine Frau - sie arbeitet als Grundschullehrerin und Tanzpädagogin - ist die Tochter des ehemaligen Bürgermeisters von Poco Branco. Freytag wurde damals in eine Schule gerufen, um ein asthmakrankes Kind zu behandeln. "Daraus wurde eine Reihenuntersuchung für mehrere Schulen", erzählt er. Nach und nach entstand dann aus der spontanen medizinischen Hilfsaktion ein soziales Hilfsprojekt.
"Die Menschen leben ärmlich, die hygienischen Verhältnisse sind miserabel", erzählt Freytag. Beim Aufzählen der Defizite hält er sich allerdings nur ungern lange auf. Viel wichtiger ist ihm zu zeigen, dass mit privatem Engagement viel erreicht werden kann: "Seit 2005 haben wir ein kleines Netzwerk aufgebaut." Ein Zahnarzt behandelt Kinder umsonst, die Ärzte der örtlichen Klinik arbeiteten mit und der Polizeichef von Poco Branco unterrichte die Kinder und Jugendlichen im Kampfsport.
"Das regelmäßige Training stärkt die Körperkontrolle, das Selbstwert- und das Gruppengefühl", sagt der Pneumologe. In einer Art Vorschule gibt es für die Jüngeren regelmäßige Gesundheits-Check-ups. "Die Kinder aus armen Familien, die den ganzen Tag arbeiten müssen, haben nur selten Zeit und Kraft, auch noch zur Schule zu gehen", erzählt Freytag. Medizinischer Versorgungsbedarf bestehe in erster Linie bei Infektionskrankheiten, Allergien, Atemwegs- sowie Haut- und Zahnerkrankungen.
Freytag fliegt drei- bis viermal im Jahr nach Brasilien, noch zahlt er alles aus eigener Tasche. Er hofft, dass sich das Projekt irgendwann einmal verselbständigt und sammelt nun Spenden. Einen gemeinnützigen Verein hat er in Brasilien bereits gegründet, ein deutscher Förderverein ist geplant. Um die Schule weiter zu betreiben, brauche es Computer. Schulungen im Webdesign sollen den Jugendlichen den Start ins Berufsleben erleichtern. An Ideen für weitere Projekte mangelt es dem Pneumologen nicht. "Da ist noch viel Dynamik drin", sagt Freytag.
Weitere Infos zum Projekt per E-Mail unter dr.freytag@telemed.de
Von Sabine Schiner - www.aerztezeitung.de 12.03.2009
Freitag, 6. März 2009
Mehrsprachigkeit als Horizonterweiterung
Kinder aus Einwandererfamilien könnten ihre Mehrsprachigkeit als Chance für ihre Entwicklung und Karriere nutzen. Mit Extra-Unterricht außerhalb des Elternhauses lässt sich die Beherrschung der Herkunftssprache zusätzlich verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von pädagogischen Linguisten im Auftrag des Economic and Social Research Council (ESRC).
Die Forscher beobachteten dazu den Unterricht an so genannten Ergänzungsschulen (complementary schools) in britischen Großstädten: in Bengali-Schulen in Birmingham, Chinesisch-Schulen in Manchester, Gujarati-Schulen in Leicester und Türkisch-Schulen in London. Besucht wurden diese Schulen von den Kindern mit Migrationshintergrund jeweils abends oder an Wochenenden. Die Muttersprache ihrer Eltern nicht nur am heimischen Küchentisch zu lernen und zu sprechen, ist für die Kinder sehr wichtig, fanden Prof. Angela Creese und ihre Kollegen heraus. Denn an einer Schule ist die Sprache nicht isoliert und an bestimmte Inhalte gebunden. Eingebunden in eine bilinguale Gemeinschaft entwickeln die Schüler kosmopolitische Identitäten, so die Studie. Die Kinder sehen sich selbst als erfolgreiche Lerner – sowohl multikulturell als auch bilingual - was ihnen später in Studium und Beruf von Vorteil sein kann.
Quelle: www.sprachennetz.blogspot.com
Die Forscher beobachteten dazu den Unterricht an so genannten Ergänzungsschulen (complementary schools) in britischen Großstädten: in Bengali-Schulen in Birmingham, Chinesisch-Schulen in Manchester, Gujarati-Schulen in Leicester und Türkisch-Schulen in London. Besucht wurden diese Schulen von den Kindern mit Migrationshintergrund jeweils abends oder an Wochenenden. Die Muttersprache ihrer Eltern nicht nur am heimischen Küchentisch zu lernen und zu sprechen, ist für die Kinder sehr wichtig, fanden Prof. Angela Creese und ihre Kollegen heraus. Denn an einer Schule ist die Sprache nicht isoliert und an bestimmte Inhalte gebunden. Eingebunden in eine bilinguale Gemeinschaft entwickeln die Schüler kosmopolitische Identitäten, so die Studie. Die Kinder sehen sich selbst als erfolgreiche Lerner – sowohl multikulturell als auch bilingual - was ihnen später in Studium und Beruf von Vorteil sein kann.
Quelle: www.sprachennetz.blogspot.com
Dienstag, 3. März 2009
Frau aus Brasilien feiert ihren 129.
Bananen, Reis, Bohnen - das ist das Geheimnis eines langen Lebens, sagt Olivia da Silva. Und sie muss es wissen: Frau da Silva ist im Jahr 1880 geboren - und hat mittlerweile 400 Nachkommen.Die wohl älteste Frau Brasiliens hat ihren 129. Geburtstag gefeiert. Ein Dokument belege, dass María Olivia da Silva am 28. Februar 1880 im Bundesstaat São Paulo zur Welt gekommen sei, berichtete die Zeitung O Globo .
Das betagte Geburtstagskind, das mittlerweile im südbrasilianischen Astorga lebt, war demnach zwei Mal verheiratet, brachte zehn Kinder zur Welt und adoptierte vier weitere. All ihre Kinder bis auf eines leben noch. Mit Enkeln, Urenkeln und Ururenkeln bringt da Silva es dem Bericht zufolge auf fast 400 Nachkommen. Als Geheimnis ihres langen Lebens nannte sie eine Ernährung auf Grundlage von Reis, Bohnen und Bananen.
www.sueddeutsche.de 2.03.2009
Das betagte Geburtstagskind, das mittlerweile im südbrasilianischen Astorga lebt, war demnach zwei Mal verheiratet, brachte zehn Kinder zur Welt und adoptierte vier weitere. All ihre Kinder bis auf eines leben noch. Mit Enkeln, Urenkeln und Ururenkeln bringt da Silva es dem Bericht zufolge auf fast 400 Nachkommen. Als Geheimnis ihres langen Lebens nannte sie eine Ernährung auf Grundlage von Reis, Bohnen und Bananen.
www.sueddeutsche.de 2.03.2009
Montag, 2. März 2009
Wettbewerb um das Europäische Sprachensiegel 2009 ausgeschrieben
Noch bis zum 15. Juni können Beiträge zum diesjährigen Wettbewerb um das Europäische Sprachensiegel eingereicht werden. Das Thema der Ausgabe 2009 lautet „Mehrsprachigkeit: Trumpfkarte Europas – Kreativität und Innovation beim Fremdsprachenlernen und -lehren“. Zur Teilnahme aufgerufen sind insbesondere vorschulische Einrichtungen, alle Schularten und Schulstufen sowie Einrichtungen der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften.
Die Europäischen Sprachensiegel 2009 werden bei einer Fachtagung am 23. und 24. September in Bonn verliehen. Die prämierten Projekte erhalten zudem ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.
Der Wettbewerb findet seit 1997 auf Initiative der EU-Kommission statt. Er zielt darauf ab, Projekte auszuzeichnen, die auf innovative Weise Menschen an das Fremdsprachenlernen heranführen, Fremdsprachenkenntnisse auf unterschiedlichem Niveau vermitteln oder sich für eine Verbesserung des Fremdsprachenunterrichts auf herausragende Weise engagieren.Weitere Informationen zum Wettbewerb auf den Seiten des Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz oder bei Fragen einfach eine E-Mail an: sprachensiegel@kmk.org
Quelle: SprachenNetz-Redaktion
Die Europäischen Sprachensiegel 2009 werden bei einer Fachtagung am 23. und 24. September in Bonn verliehen. Die prämierten Projekte erhalten zudem ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.
Der Wettbewerb findet seit 1997 auf Initiative der EU-Kommission statt. Er zielt darauf ab, Projekte auszuzeichnen, die auf innovative Weise Menschen an das Fremdsprachenlernen heranführen, Fremdsprachenkenntnisse auf unterschiedlichem Niveau vermitteln oder sich für eine Verbesserung des Fremdsprachenunterrichts auf herausragende Weise engagieren.Weitere Informationen zum Wettbewerb auf den Seiten des Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz oder bei Fragen einfach eine E-Mail an: sprachensiegel@kmk.org
Quelle: SprachenNetz-Redaktion
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